Abwasser

Probleme beim Abwassertransport

Bei schwachem Gefälle und geringen Abflüssen lagern sich im Abwasser mitgeführte Stoffe ab. Diese Ablagerungen verringern den Abflussquerschnitt – und führen schlimmstenfalls zu Verstopfungen. Viele Ablagerungen wären vermeidbar. Aber nach wie vor werden Feststoffe, Essensreste, Fett, Hygieneartikel und Haushaltsgegenstände in der Toiletten entsorgt – anstatt im Hausmüll.

Einwachsende Baumwurzeln können ebenfalls schwere Schäden in der Kanalisation anrichten. Fäulnisprozesse verursachen Gerüche und bilden gefährliche Gase, zum Beispiel Schwefelwasserstoff. Hinzu kommen aggressive Abwässer und permanente Feuchtigkeit, kurz: Der Zahn der Zeit nagt ebenfalls an den Kanälen.

Rohrschäden können schlimmstenfalls zu Straßenabsackungen – aber auch zur Verschmutzung des Bodens und des Grundwassers führen.

Die Lösung: Eine regelmäßige Kanaluntersuchung und -reinigung

Deshalb ist eine der wichtigsten Aufgaben des Kanalbetriebs, die Rohre regelmäßig gründlich zu reinigen. Heute besorgen diese Arbeit größtenteils Hochdruckspül- und Saugfahrzeuge – übrigens weitgehend ohne die Verwendung von Trinkwasser.

Warum werden die Kanäle gereinigt?

Vor dem Hintergrund der Länge des Osnabrücker Kanalsystems und der anfallenden Abwassermenge wird eines deutlich: Die Hauptkanäle, die das auf den jeweiligen Grundstücken anfallende Abwasser aufnehmen und zu den beiden Klärwerken nach Eversburg und Hellern leiten, sind täglich großen Beanspruchungen ausgesetzt.

Abwässer enthalten gelöste, schlammige und feste Inhaltsstoffe. Diese können sich in den Kanälen absetzen und dort zu Verstopfungen und Störungen führen. Für einen reibungslosen Betrieb der Entwässerung sind diese Ablagerungen rechtzeitig zu beseitigen. Zudem unterliegen Kanäle einem Alterungsprozess. Um rechtzeitig auf Schäden reagieren zu können, müssen Kanäle mit einer Kamera inspiziert werden. Auch hierfür sind im Vorfeld Kanalreinigungen erforderlich. Die Arbeiten der Kanalspülungen werden bedarfsorientiert durchgeführt.

Wie genau funktioniert die Kanalreinigung?

Für die Kanalreinigung wird ein sogenanntes Hochdruckspülverfahren angewendet. Dazu wird von einem Saug- & Spülwagen aus ein Schlauch über einen Kontrollschacht in der Straße in den Hauptkanal eingefahren. Der Schlauch wird dann per Wasserdruck zum nächsten Schacht vorangetrieben. Der Wasserdruck befreit bei diesem Vorgang den Hauptkanal von Ablagerungen. Beim Zurückziehen des Schlauches werden die Verschmutzungen zum Spülwagen mitgeführt und aufgenommen.

Nebeneffekt dieses Spülverfahren sind Unter- und Überdrücke, die vor und hinter der Reinigungsdüse entstehen und sich im engen Kanal fortsetzen. Der Druckausgleich findet über die Kontrollschächte in der Straße statt. Zusätzlich kann der Druckausgleich auch über die angeschlossenen Grundstücksanschlusskanäle stattfinden. Im Normalfall gleicht sich der Druck dann über den Revisionsschacht auf dem Grundstück sowie über die Lüftungsleitungen der Hausinstallationen aus.


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